Die Gastroenterologie befasst sich besonders mit Erkrankungen des Magen-Darm-Kanals und der Oberbauchorgane (Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse und Milz) und setzt zur Diagnostik hochmoderne Ultraschallgeräte ein. Neben den konventionellen Ultraschallverfahren werden Geräte für Doppler-Ultraschall, für Kontrastmittel-Ultraschall und für den endoskopischen Ultraschall (Endosonographie) genutzt. Die Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes ist ein wichtiges und den Patienten nicht belastendes diagnostisches Verfahren. Neben Aufbau und Veränderungen der Bauchorgane können durch die farbkodierte Duplexsonographie auch deren Durchblutungsverhältnisse dargestellt werden.

Durch neuartige Kontrastmittel für den Ultraschall sind zusätzliche Informationen insbesondere bei Leberveränderungen zu gewinnen, so dass aufgrund der hohen Ortsauflösung und der kontinuierlichen Untersuchung über die Zeit beim Ultraschall auch sehr kleine Strukturen zuordenbar werden Die orale Endosonographie, die seit 1999 unser endoskopisch-sonographisches Spektrum wesentlich erweitert, bietet die Möglichkeit, Wandstrukturen des Magens, die Speiseröhre, die Bauchspeicheldrüse und die Nebennieren sehr genau zu untersuchen und gegebenenfalls Gewebeproben unter Sicht zu entnehmen. Auch Lymphknoten in der Nachbarschaft des Verdauungssystem können untersucht und biopsiert werden.
 Endoskope, flexible Diagnose- und Therapiegeräte mit Videounterstützung, erlauben die genaue Ausleuchtung des oberen und unteren Verdauungstraktes zur Diagnostik und gewinnen Video-Bilder mit höchster Auflösung, die bei Bedarf gespeichert werden um später die Befunde zu vergleichen. Über die Endoskope können zudem in vielen Fällen gleichzeitig Behandlungen erfolgen. So werden z. B. Polypen entfernt, die als Vorstadium zum Krebs gelten. Blutungen oder Veränderungen der Schleimhaut können durch Laser oder Argonplasma-Beamer behandelt und so oft ein operativer Eingriff vermieden werden. Auch flache Polypen im Darm können mittels Färbemethoden (Chromoendoskopie) gefunden und mit Saugkappen und Spezialschlingen abgetragen werden (Mukuosektomie).
Bei bösartigen Erkrankungen, die einer gemeinsamen Behandlung von verschiedenen Fachärzten bedürfen, ist die Kooperation im Krankenhaus und im Darmzentrum Mittelrhein-Andernach mit dem Visceralchirurgen, dem Onkologen und den niedergelassenen Ärzten eine wichtige Leitschiene, um den Erfolg sicher zu stellen.
Für die Diagnose und Therapie von Gallenwegserkrankungen sind sämtliche Untersuchungsmethoden in unserem Haus verfügbar. Der Zugang zu den Gallewegen ist durch das Endoskop (ERCP) oder von außen durch die Leber (PTCD) möglich. Gallengangssteine können endoskopisch entfernt, Verengungen der Gallenwege geweitet und durch eingebrachte Stents offen gehalten werden. Die ambulante und stationäre Betreuung von Patienten mit chronischen Lebererkrankungen stellt einen weiterer Schwerpunkt in der Gastroenterologie dar. In der Behandlung der Hepatitis B und C wurden in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt, die in Andernach zeitgleich mit der entsprechenden Medikamentenzulassung umgesetzt werden.

Der gastroenterologische Bereich wird von Dr. J. Rüthlein geleitet, der seine Ausbildung zum Internisten und Gastroenterologen an der Universität Würzburg absolvierte und zusätzlich Kenntnisse in der Rheumatologie erwarb. Von 1986 bis 1988 war Dr. Rüthlein zur Vervollständigung seiner gastroenterologischen Weiterbildung an den National Institutes of Health (NIH), Bethesda, MD, USA beschäftigt. Nach seiner Rückkehr aus den USA leitete Dr. Rüthlein für 4 Jahre ein Projekt der Deutschen Forschungsgesellschaft über chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Durch die vorgehaltenen spezialisierten Verfahren hat Dr. Rüthlein die Weiterbildungsermächtigung für Gastroenterologie.
Dr. Rüthlein hat sich außerdem zum Diabetologen DDG qualifiziert und betreut den Bereich Diabetologie als Oberarzt. Die Behandlung des diabetischen Fußes wird von Dr. Rüthlein selbst  gemeinsam mit unseren Chirurgen, der Podologin Frau Ponath und einem Orthopädie-Schuhmacher durchgeführt.