Dr. med. Holger StreichDas Fachgebiet der Psychosomatik (Psyche - „Seele“ und Soma - „Körper“) umfasst Erkrankungen, bei deren Entstehung, Verarbeitung oder Behandlung psychische Faktoren eine besondere Rolle spielen. Eine enge Zusammenarbeit der behandelnden Ärzte ist wichtig, um nach den notwendigen diagnostischen Maßnahmen zu einer sinnvollen Bewertung körperlicher und seelischer Befunde zu gelangen.
Eine schwere körperliche Erkrankung, etwa eine Krebserkrankung, stellt hohe Anforderungen an die Anpassungsfähigkeit des Patienten und kann auch bei bisher psychisch gesunden Menschen zu einer Krise bis hin zu depressiven Symptomen führen. Hier steuert die Psychoonkologie wichtige Erkenntnisse und therapeutische Hilfestellungen bei. Auch bei chronischen Erkrankungen kann eine psychosomatische Mitbehandlung sinnvoll sein. Insbesondere bei Diabetes werden psychosomatische Aspekte, z. B. im Rahmen der Schulungen berücksichtigt.
Hinter körperlichen Beschwerden wie Brustdruck, Magenschmerzen, Durchfälle, Schwindel etc. verbergen sich häufig somatoforme Störungen. Hier findet sich auf der organischen Ebene, z. B. in Ultraschall und Röntgenbild kein wesentlicher Befund, vielmehr ist die Funktion der Organe aus dem Gleichgewicht geraten.
Auch bei Erkrankungen wie Magengeschwür, Bluthochdruck oder Asthma können psychische Faktoren den Krankheitsverlauf beeinflussen.
Bei einem Panikanfall stehen entweder körperliche Symptome im Vordergrund, wie schneller Herzschlag und beschleunigte Atmung oder auch Gefühle von starker Hilflosigkeit und Verunsicherung.
Das psychosomatische Vorgehen richtet sich nach dem Anliegen des Patienten und der medizinischen Notwendigkeit und beginnt mit einem diagnostischen und beratenden Gespräch. Bei der Betreuung krebskranker Patienten stehen die Stabilisierung und Förderung eigener Bewältigungsmöglichkeiten im Zentrum.
Weiterhin kann eine Empfehlung für eine medikamentöse Behandlung oder eine ambulante Psychotherapie ausgesprochen werden.
Auch eine stationäre psychosomatisch-psychotherapeutische Krankenhausbehandlung ist im Einzelfall sinnvoll. Hier besteht (ähnlich wie im neurologischen Bereich bei Schlaganfallpatienten) eine Kooperation mit der Rhein-Mosel-Fachklinik mit einem speziellen Behandlungsangebot für psychosomatisch erkrankte Patienten.
Der Bereich der Psychosomatik wird durch Dr. Holger Streich vertreten.

Nach Tätigkeiten in der Inneren Medizin in Ascot/England und der Uniklinik Köln absolvierte Dr. Streich die Facharztausbildung in Psychiatrie und Psychotherapie im Ev. Krankenhaus Bergisch Gladbach. Nach langjähriger fachärztlicher Tätigkeit  in der LVR-Klinik Bonn folgte die Facharztausbildung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im St. Marien-Hospital Bonn. Dr. Streich ist Oberarzt für den Fachbereich Psychosomatik  im St. Nikolaus-Stiftshospital und an der Rhein-Mosel-Fachklinik.