Ängste gegenüber der Krankenhausbehandlung können nur abgebaut werden, wenn der Patient über die notwendigen Maßnahmen zur Wiederherstellung seiner Gesundheit unterrichtet ist.

In bestimmten Fällen genügt eine mündliche Aufklärung durch den Arzt nicht. Es muss eine ausdrückliche Erklärung eingeholt werden. Wird ein Eingriff notwendig (z. B. eine Operation, Anästhesie oder Endoskopie), dann wird der Arzt Sie auffordern, eine Einverständniserklärung zu unterschreiben.

Eine solche schriftliche Einverständniserklärung bedeutet nicht, dass der vorgesehene Eingriff ein besonderes Risiko darstellt; sie hilft jedoch, Missverständnisse zu vermeiden und wird daher von Juristen empfohlen bzw. von der Rechtsprechung gefordert.

Selbstverständlich entbindet Ihre schriftliche Einverständniserklärung die Ärzte nicht von ihrer Verpflichtung, alle erdenkliche Sorgfalt walten zu lassen. Ebenso selbstverständlich unterschreiben Sie derartige Einverständniserklärungen erst dann, wenn Sie über die Art des bei Ihnen vorgesehenen Eingriffs aufgeklärt worden sind.
Die Aufklärung kann durch ein Gespräch oder schriftlich erfolgen. Werden Sie über die Art des bei Ihnen vorgesehenen Eingriffs schriftlich aufgeklärt, so können Sie Ihrem Arzt weitere Fragen stellen. Scheuen Sie sich nicht, um zusätzliche Informationen zu bitten.

Nicht immer muss eine schriftliche Einwilligung vorliegen. Wenn der Patient z. B. der Verabreichung einer Spritze nicht widerspricht, dann ist dies schon eine Form der Einwilligung.

Bei Operationen muss aber das Einverständnis des Patienten - von lebensbedrohlichen Notfällen abgesehen - durch Unterschrift bestätigt werden.