Krankenhausseelsorge

Wenn ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig geworden ist, tauchen beim Patienten und seinen Angehörigen oft viele Fragen auf. Manchmal werden ganz neue und tiefgehende Gedanken und Gefühle wach: Angst, Zweifel, Trauer, Verunsicherung, Fragen an sich und sein Leben, Fragen an Gott…

Dann tut es gut, wenn jemand da ist, dem man sich mit all dem anvertrauen und zumuten kann. Die Seelsorge des St. Nikolaus-Stiftshospitals ist dafür da, diese existentiellen Gefühle mit dem Patienten/der Patientin anzuschauen, auszuhalten und vielleicht „auf den Himmel hin“ zu öffnen. Dies geschieht in einer Suchbewegung, die offen ist und die begleitet und gestützt werden kann durch die Feier von Gottes Gegenwart in der Krankenkommunion oder in einer Segensfeier. Die Seelsorge begleitet Patient/innen auch unabhängig von ihrer religiösen und weltanschaulichen Orientierung. Wichtig ist die Begleitung sterbender Menschen. Sie sollen die Möglichkeit haben, in Ruhe und Würde ihre letzten Stunden und Tage zu verbringen. Krankenhausseelsorge versteht sich als Anwältin des kranken, alten und sterbenden Menschen, der niemals zum Objekt des medizinischen Geschehens werden darf, sondern dessen Individualität und Würde auch in den Grenzerfahrungen bewahrt werden soll. Die Seelsorge ist ebenfalls Ansprechpartnerin für die Mitarbeiter/innen des Hauses. Darüber hinaus hat sie die Aufgabe, in Zusammenarbeit mit den anderen Fachdisziplinen und ehrenamtlichen Helfer/innen an einer Krankenhausstruktur mitzuwirken, die dem Menschen dient und in der ein christliches Menschenbild spürbar wird.

 

Erreichbarkeit und Präsenz

Die Seelsorgerin ist in der Regel tagsüber erreichbar über die Nr. 8460 des hausinternen Mobiltelefons. Für seelsorgliche Notfälle ist sie Mo – Fr auch abends und nachts über die Pforte erreichbar. Am Wochenende ist die Erreichbarkeit nicht durchgehend gewährleistet.

 

Räumlichkeiten

Die spätbarocke Hospitalkirche (gegenüber dem Haupteingang) und die Andachtsräume des Krankenhauses (2.Etage) und Altenheims (1.Etage) laden ein zu Stille und Gebet. Für Angehörige, die sich von Sterbenden oder schon Verstorbenen verabschieden wollen, sind drei Abschiedsräume eingerichtet worden, einer davon auf der Intensivstation.                                                                                 

Für das ungestörte seelsorgliche Gespräch stehen zwei Seelsorge-Büros zur Verfügung.

 

Gottesdienste und Krankenkommunion

Im Seniorenzentrum Marienstift finden regelmäßig evangelische, katholische und ökumenische Gottesdienste statt. Zweimal monatlich wird während des katholischen Gottesdienstes die Krankenkommunion auf den Wohnbereichen verteilt.

In der Hospitalkirche findet mittwochs um 10 Uhr und samstags um 18.30 Uhr eine Hl. Messe statt. Während der Vorabendmesse wird auf den Stationen des  St. Nikolaus-Stiftshospitals von ehrenamtlichen Kommunionhelfer/innen die Krankenkommunion verteilt. Die Gottesdienste werden ins Krankenzimmer übertragen. Am dritten Donnerstag im Monat findet in der Hospitalkirche um 18.30 Uhr ein meditatives Taizé-Gebet statt.


Weitere Informationen, seelsorgerische Angebote und Gottesdienste der katholischen Pfarreiengemeinschaft Andernach finden Sie hier:  http://www.kpga.de